Ameisensäure bei Bienen – Varroamilbenbehandlung

Es gibt verschiedene Behandlungsmethoden gegen die Varroamilben bei Bienen. Neben der Oxalsäure Behandlung wird auch Ameisensäure verwendet, um die Milbe abzutöten. Besonders die Ameisensäure wird heute gerne gegen Milben eingesetzt. Und das nicht nur bei Bienen. Sogar Vögel kennen die Wirksamkeit von Ameisensäure. In der freien Natur wälzen sie sich in Ameisenhaufen, damit ihre Flügel von Milben befreit werden.

So wirkt Ameisensäure gegen Varroa

Die Ameisensäure wird gezielt gegen Milben eingesetzt und hat schon vor vielen Jahren ihre Wirksamkeit zeigen können. Der Vorteil beim Einsatz von Ameisensäure ist, dass sie nicht nur die Milben auf den Bienen selbst abtötet, sondern auch die vorhanden Nachkommen. Trotz der einfachen und effektiven Anwendung gibt es jedoch einiges zu beachten. Eine erfolgreiche Milbenbehandlung mit Ameisensäure hängt schließlich von einigen Faktoren ab. Auch die Behandlungsmethoden mit Ameisensäure Bienen ist unterschiedlich.

Vor – und Nachteile der Behandlung mit Ameisensäure

Wie schon erwähnt gibt es verschiedene Bekämpfungsmittel gegen die Varroamilbe. Um jedoch hervorzuheben, welche Vor- und Nachteile bei der Behandlung mit Ameisensäure entstehen, haben wir genau diese einmal zusammengefasst.

Vorteile

  • Die Ameisensäure wirkt gezielt bei geschlossener Brut und tötet alle Milben dort gezielt ab
  • Bio-Imker dürfen die Ameisensäure ebenfalls verwenden, da es sich um eine organische Säure handelt
  • Die Varroamilbe wird gegen die Ameisensäure nicht resistent, sodass sie regelmäßig verwendet werden kann
  • Ameisensäure wirkt nicht nur gegen die Varroamilbe, sondern auch gegen andere Milben und Parasiten, wie beispielsweise die Tracheenmilbe

Nachteile

  • Ameisensäure tötet nicht nur Milben ab, sondern desinfiziert gleichzeitig. Das bedeutet, dass auch Viren und Bakterien abgetötet werden, die ein Bienenvolk jedoch für die Gesunderhaltung braucht
  • Eine Behandlung mit Ameisensäure darf nur bei bestimmten Temperaturen und bei einer bestimmten Luftfeuchtigkeit stattfinden
  • Häufig wird die Brut der Bienen beschädigt oder die Bienen reagieren empfindlich auf die Säure

Es ist bei der Behandlung mit Ameisensäure besonders wichtig, auf den korrekten Zeitraum zu achten. Es gibt daher einige wichtige Vorgaben, an die man sich halten muss, wie bei der Behandlung mit Oxalsäure auch.

Wann & Wie mit Ameisensäure behandeln?

Wie schon erwähnt, kommt es bei dem Einsatz von Ameisensäure auf die richtige Behandlungsweise an. Daher ist es wichtig, auf einige wichtige Punkte zu achten und die Voraussetzungen zu erfüllen.

In erster Linie ist es wichtig, die Bienen immer nach der Tracht zu behandeln, und zwar genau dann, wenn man keinen Honig mehr ernten möchte. Schließlich geht die Aminosäure in den Honig mit ein, sodass dieser nicht mehr verkauft werden darf. Hinzu kommt, dass die Temperatur bei der Behandlung zwischen 10 Grad und 30 Grad liegen muss. Dabei ist unter anderem auch drauf zu achten, dass die Luftfeuchtigkeit nicht bedeutend hoch ist. Am besten schaut man im Vorfeld, wie die Wetterprognosen aussehen. In der Regel behandelt man Milben mit Ameisensäure entweder im Juni oder im September.

Eine nochmalige Kontrolle des Milbenbefalls ist nach der Behandlung, etwa nach drei Wochen, besonders wichtig. Es kann immer wieder passieren, dass sich die Milben weiter in der Brut verteilen und es dadurch zu einem erneuten Befall kommt. Um das zu vermeiden, ist eine genaue Kontrolle und eventuelle Zweitbehandlung mit Ameisensäure wichtig.

Wo kann ich Ameisensäure kaufen?

Ameisensäure ist frei verkäuflich und wird in vielen Online Shops oder im Imkerfachbedarf angeboten. Beispielsweise kann man Ameisensäure zur Bekämpfung von Milben im Bienenvolk hier kaufen:

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Um für eine optimale Behandlung zu sorgen ist es von Vorteil, einen Verdunster zu verwenden. Diese Modelle sind ideal für Ameisensäure geeignet und passen die Verdunstungsmenge bei einer Behandlung automatisch an. Dementsprechend muss diese nicht mehr weiter kontrolliert werden.

Fazit

Ameisensäure eignet sich ideal, um die lästige Varroamilbe in den Sommermonaten zu bekämpfen. Eine solche Behandlung wird häufig in den Monaten Juni oder September gemacht. Wie bei anderen Milbenbehandlungen auch ist es wichtig, sich an die vorgegebenen Voraussetzungen zu halten. Nur so kann die Milbenbehandlung ein voller Erfolg werden. Mit den richtigen Hilfsmitteln und einer guten Technik lassen sich die Varroamilben meistens schon bei der ersten Behandlung abtöten. Trotzdem ist eine Kontrolle nach etwa drei Wochen wichtig, um zu schauen, ob die Milben wieder auftreten. Sollte dies der Fall sein, muss eine Zweitbehandlung mit Ameisensäure durchgeführt werden. In der Regel bekommt man den Milbenbefall jedoch relativ schnell in den Griff.

Bild von PollyDot auf Pixabay

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