Varroagitter kann gegen die Varroamilbe eingesetzt werden

Varroagitter

Ein Varroagitter oder auch Popolisgitter genannt, hat mehr als einen Verwendungszweck. Es wird von Imkern im Bienenstock eingelegt, um z. B. Den Befall von Varroa-Milben zu überwachen. Eine andere Art der Verwendung ist die Prpolis Ernte, welche weiter unten noch genauer erklärt wird. Das Drahtgewebe respektive Varroagitter ist bei online Händlern oder lokalen Eisenwarenhändler erhältlich und in verschiedenen Maschengrößen, Farben und Materialien erhältlich. Zudem werden  die Vorteile auch in manchem Königinnenzucht Buch beschrieben.

Kaufen kann man das Gitter in Meterware. Dabei liegt das Preissegment je nach Art des Materials zwischen 3 und 15 Euro pro Meter. Auf dem Markt werden folgende Materialien den Imkern angeboten:

  • Aluminium
  • Kunststoff
  • Edelstahl

Kenner schwören auf die Belastbarkeit der Edelstahlvarianten, da diese auch gegen Mäusebefall und alle anderen Schädlinge standhalten und nehmen dafür meist den teureren Preis in Kauf. Wenn Sie mehr über Königinnen und deren Verhaltensweise erfahren möchten, kann der Artikel Imkern ohne Absperrgitter für Sie interessant sein.

Varroagitter zur Schädlingsüberwachung

Um dauerhaft gegen Varroa vorzubeugen, haben Imker in ihren Bienenstöcken eine sogenannte Varroaschublade integriert. Diese ähnelt einem normalen Holzrahmen, welcher auf der Unterseite einen Boden hat und darüber das Varroagitter gespannt ist. Diese Schublade wird dann unten im Bienenstock eingeschoben und bleibt eine Zeit lang darin. Durch die spezielle Konstruktion und einem zusätzlichen Blatt Papier können die Imker dann, den Varroabefall der Bienenkolonie überwachen.

Die Bienen bewegen sich im Bienenstock und da die Milbe auf ihr sitzt, kommt es häufig dazu, dass der tote Schädling abfällt. Dieser landet dann auf dem Blatt Papier und durch das Varroagitter werden die Bienen von der toten Milbe getrennt.

Für den Mensch ist die Varroa-Milbe mit dem bloßen Auge sichtbar, besonders auf dem weißen Papier. Sollte es zu einer erhöhten Anzahl an Milben kommen, ist der Imker gezwungen weitere Maßnahmen einzuleiten, um Herr über das Problem zu werden.

Propolis-Ernte

Für die meisten Imker ist Propolis mehr als alles andere eine Unannehmlichkeit und kratzen nur an der Oberseite jedes Rahmen, um ihn zu entfernen. Wenn man vorhat, die Ernte der Propolis in seinen Bienenstöcken durchzuführen, muss man darauf achten, was sich auf dem Rahmen befindet, denn wenn es Propolis enthält, wird es auch aus Wachs, Holzspänen und anderen Elementen bestehen.

Um Propolis richtig zu ernten, muss man ein Propolisgitter respektive Varroagitter verwenden, das in jedem Bienenstock eingesetzt werden muss. Die beste Zeit des Jahres dafür ist nach der Honigernte, denn dann ist die Propolis neu und im Überfluss vorhanden. Wenn das Gitter vollständig in einen Kühl- oder Gefrierschrank gestellt wird, ist die Propolis nach dem Erkalten in kleine Stücke zerlegbar. Es wird dann nutzbar und marktfähig sein.

Eigenschaten eines Varroagitters

Für Imker werden Matten aus einem speziellen elastischen Kunststoffgitter zur Gewinnung von Propolis bereitgestellt, es kann aber auch jedes Varroagitter dafür verwendet werden. Die Matten werden auf den oberen Falz oder auf die Oberkante des Bienenkastens unter dem Deckel gelegt. Darüber hinaus gibt es weitere Eigenschaften, die sich positiv auswirken:

  • Die Bienen können sich nicht am Deckel befestigen, sondern füllen die Löcher in der Matte vollflächig. Die Größe der Löcher ist so gewählt, dass die Bienen den Kopf nicht durchstecken können, aber die Löcher können schnell gefüllt werden.
  • Nach der Honigernte werden die mit Propolis gefüllten Matten aus den Kolonien entnommen und durch saubere ersetzt, die im Winter in den Kolonien bleiben. Die gefüllten Matten sollten kühl und trocken über einen längeren Zeitraum von Herbst bis Winter gelagert werden. Die Propolis ist dann ausgehärtet und kann leicht von den Matten entfernt werden. Man nimmt immer nur wenige Matten aus der „Kälte“ (evtl. auch aus dem Gefrierschrank) und bearbeitet sie unmittelbar bevor sie „warm“ werden.
  • Um die Propolis zu gewinnen, arbeitet man auf einem schrägen Brett in einer Kunststoffwanne. Zuerst biegt man die gefüllte Matte in der Mitte und drückt die Mattenhälften übereinander, wobei sich die Propolis an der Biegung löst und in die Wanne fällt. Wenn die Matten stark gewachst sind, ist es sinnvoll, zuerst die Propolis zu ernten und dann das Wachs zu entfernen.
  • Die Matten sorgen für eine gute Luftzirkulation, verhindern Feuchtigkeit und verbessern so das Raumklima. Sie ersetzen auch die oft verwendeten Schichten, die auf der Unterseite kondensieren. Weiterhin sind sie leicht mit heißem Wasser zu reinigen.
  • Zuschnitte sind in allen Formaten und Metern erhältlich.
  • Das Netz ist für den Kontakt mit Lebensmitteln zugelassen.

Propolis hilft, den Bienenstock zu schützen

Varroagitter dient zum sammeln von wertvollem Propolis

Arbeitsbienen bewegen Harz dank ihrer Hinterbeine, genau wie bei Pollen. Das Harz ist jedoch kleiner und hat eine andere Farbe, zwischen blassgelb und grün-bräunlich. Sobald sich das Harz im Bienenstock befindet, wird es dort eingesetzt, wo es zu diesem Zeitpunkt am meisten benötigt wird.

Zum Beispiel kann es verwendet werden, um einen Riss im Bienenstock zu füllen, um das Eindringen von Feuchtigkeit und Krankheiten sowie mögliche Feinde zu verhindern. Bienen verwenden eine Mischung aus Harz und Wachs, um solche Risse zu füllen, je heißer das Wetter, desto höher ist die benötigte Menge.

Was ist Propolis?

Propolis besteht aus verschiedenen Wirkstoffen, die je nach Standort der Bienenstöcke stark variieren. Diese vier Elemente kann man ortsunabhängig finden, wo auch immer man sich gerade befindet.

  • Harz
  • Balsam
  • Wachs
  • Pollen

Jede Kolonie produziert zwischen 0,1 und 0,3 Kg Propolis pro Jahr und ihre Ernte ist eine mühsame und sorgfältige Arbeit. Einige Bestandteile der Propolis haben therapeutische und medizinische Eigenschaften, die z.B. von Hals-Nasen-Ohren-Spezialisten, Dermatologen und in Kosmetika verwendet werden.

Eine zusätzliche Methode zur Bekämpfung der Varroa-Milbe ist das Verdampfen von Oxalsäure, dazu ist nicht sehr viel notwendig und es zeigt gute Wirkung. Genauere Informationen und eine Anleitung zum Oxalsäureverdampfer selber bauen kann man in unserem Artikel nachlesen.