Low Carb Honig: Kohlenhydratarmer Honig

Honig Low Carb: Kohlenhydratarmer Honig

Seit die Fitnessbranche einen großen Boom erlebt hat, ist der Begriff Low Carb nicht mehr aus dem Volksmund wegzudenken. Besonders junge Menschen sind daran interessiert, sich bewusst gesund und vor allem kohlenhydratarm zu ernähren, um dem eignen Körper die bestmögliche Versorgung zu geben. Da Honig sowieso als gesundes Lebensmittel gilt, stellt sich nun die Frage, ob es das Naturprodukt auch in einer Low Carb-Variante gibt.

Honig Low Carb: Kohlenhydratarmer Honig — Zusammensetzung

Honig ist eine dickflüssige bis feste, teilweise auch kristallisierte Substanz, die hauptsächlich aus den Zuckerarten Fructose (Fruchtzucker, 27 bis 44 %) und Glucose (Traubenzucker, 22 bis 41 %) sowie Wasser (15 bis 21 %, Heidehonig bis 23 %) besteht. Die Fructose überwiegt meist gegenüber der Glucose: Im Durchschnitt sind etwa 38 % Fructose und 30 % Glucose enthalten.

Bei manchen Honigsorten weicht die Zusammensetzung jedoch stark ab, beispielsweise ist bei Rapshonig das Verhältnis von Fructose zu Glucose etwa 1,5 zu 1. Daneben enthält Honig in geringen Mengen Saccharose, Maltose, Melezitose und weitere Di- und Oligosaccharide, Pollen, Mineralstoffe, Proteine, Enzyme, Aminosäuren, Vitamine, Farb- und Aromastoffe. Die Dichte des Honigs beträgt etwa 1,4 kg/l, abhängig vom Wassergehalt.

Der ernährungsphysiologische Wert des Honigs ergibt sich in erster Linie aus dem hohen Zuckergehalt, daneben aus den enthaltenen Mineralstoffen und Enzymen.

Honig Low Carb

Vitamine liegen normalerweise nicht in bedeutender Konzentration vor. Eine Ausnahme sind allerdings bestimmte Honigsorten aus Gebirgsgegenden, die einen hohen Vitamin-C-Gehalt von 116 bis 240 mg auf 100 g haben. Solcher Honig entsteht aus dem Nektar von Minz- und Thymianblüten und wird beispielsweise im Iran gewonnen. Die relativ lange Haltbarkeit der meisten Honige beruht auf ihrem hohen Zucker- und dem geringen Wassergehalt, die verhindern, dass sich Bakterien und andere Mikroorganismen (z. B. Hefen) vermehren können, indem diese osmotisch gehemmt werden.

Die Farbe eines Honigs kann zwischen weiß bis hellgelb, gelb, beigefarben, braun und grünschwarz variieren. Sie ist ebenso wie der Geschmack abhängig von den besuchten Blüten oder dem gesammelten Honigtau. Die Konsistenz von Honig reicht von dünnflüssig über cremig bis fest. Sie hängt vom Fructose-Glucose-Verhältnis ab und davon, wie der Honig weiterverarbeitet und gelagert wird. Bei längerer Lagerung kann flüssiger Honig auskristallisieren und damit fest werden; für die Neigung zum Kristallisieren ist jedoch vor allem das Fructose-Glucose-Verhältnis verantwortlich.

Ist dieses etwa 1 zu 1, so erfolgt die Kristallisation innerhalb weniger Tage. Bei den Honigtauhonigen, etwa dem Tannenhonig, ist das Verhältnis etwa 1,6 zu 1. Dieser Honig bleibt über Monate oder sogar Jahre flüssig. Auskristallisierter Honig kann durch Erwärmen wieder verflüssigt werden; eine längere Lagerung bei hohen Temperaturen führt allerdings zu einer schnelleren Alterung und eine Erwärmung über 40 °C zerstört wichtige, ernährungsphysiologisch wertvolle Inhaltsstoffe. Höhere Temperaturen fördern darüber hinaus die Bildung von HMF, einem Abbauprodukt vieler zuckerhaltiger Lebensmittel mit möglicherweise gesundheitsschädigender Wirkung.

Honig Sprach-Geschichte

Das deutsche Wort Honig stammt von einem alten indogermanischen Begriff ab, der ihn der Farbe nach als den „Goldfarbenen“ bezeichnet. Im Althochdeutschen hieß er honag nebst Varianten. Die germanischen Sprachen kennen das Wort alle, zum Beispiel

  • englisch honey,
  • niederländisch honing,
  • niederdeutsch Honnig,
  • schwedisch honung,
  • dänisch honning,
  • schweizerdeutsch Hung
  • und luxemburgisch Hunneg.

In anderen indogermanischen Sprachen finden sich die Entsprechungen zweier anderer Wurzeln. Die eine findet sich in Sanskrit madhu für „Honig, Met“, litauisch medus „Honig“ und tocharisch mit „Honig“; auch viele slawische Sprachen kennen den Begriff „med“ für Honig.

Hierauf geht wahrscheinlich auch die deutsche Bezeichnung Met für Honigwein zurück. Aus dem tocharischen Begriff „mit“ leitet sich wahrscheinlich chinesisch mì (mittelchinesisch mjit) ab. In der lateinischen Sprache steht mel für Honig, wovon auch die Begriffe in den modernen romanischen Sprachen stammen. Der zoologische Name der (westlichen) Honigbiene ist Apis mellifera.

Inwiefern unterscheidet sich Honig von Weißzucker?

Kohlenhydratarmer Honig Unterschiede

Wenn es um den Vergleich von rohem Honig mit Rohrzucker geht, gibt es mehrere Faktoren zu berücksichtigen. Beide enthalten zwei Zuckermoleküle: Glukose und Fruktose.

Honig und Zucker werden unterschiedlich verdaut. Die Honigbiene verleiht dem rohen Honig ein spezielles Enzym. Dabei werden die beiden Zuckermoleküle abgebaut, sodass sie sofort für die Energiegewinnung genutzt werden können. Mit Tischzucker machen wir die Arbeit – Ihr Körper muss die Zuckermoleküle mit Enzymen auseinander brechen, bevor Sie sie als Energie speichern können.

Wie viele Kalorien enthält Honig?

Ein Esslöffel Esszucker (Saccharose) enthält 46 Gesamtkalorien, während ein Esslöffel roher Honig 64 Gesamtkalorien enthält. Honig ist höher in den Gesamtkalorien, aber typischerweise süßer als normaler Zucker. Tischzucker wird bei der Verarbeitung weitgehend von seiner natürlichen Süße befreit.

Ist Honig kohlenhydratarm oder keto-freundlich?

Leider nicht. Ein Esslöffel Rohhonig enthält 17 Gramm Netzkohlenhydrate – 16 davon stammen aus Zucker. Es enthält null Gramm Gesamtfett, keine Ballaststoffe und nur ein Zehntel eines Gramms Protein. Wie Sie wahrscheinlich anhand seiner Nährwertangaben erraten haben, ist Honig ein kohlenhydratreiches Lebensmittel und hat keinen Platz auf der Keto-Diät.

Was sind die Nährstoffe im Rohhonig?

Obwohl Honig nicht für die Keto-Diät geeignet ist, ist er eine gesunde Alternative zu Weißzucker. Rohhonig ist reich an verschiedenen Mikronährstoffen, darunter Vitamin B6, Thiamin, Niacin, Riboflavin, Pantothensäure, Kalzium, Kupfer, Eisen, Magnesium, Mangan, Phosphor, Kalium, Natrium und Zink.

Es gibt wichtige gesundheitliche Vorteile, die Sie erzielen, wenn Sie traditionellen Tischzucker durch rohen Honig ersetzen. Dazu gehören Gewichtsabnahme, eine leistungsstarke Energiequelle, ein Anstieg der im ganzen Körper vorhandenen und verteilten Antioxidantien, ein erholsamer Schlaf, Wundheilung, antibakterielle Wirkung und geringere Chancen auf die Entwicklung von Diabetes[*].

Welche kohlenhydratarmen Süßstoffe sollten Sie anstelle von Honig essen?

Wählen Sie anstelle von Honig ein Süßungsmittel, das Ihren Blutzucker nicht erhöht. Wie Honig sind diese Süßstoffe eine gesunde Alternative zu Tischzucker, stehen aber im glykämischen Index auf einem niedrigen Niveau. Sie erhöhen nicht Ihren Blutzucker- oder Insulinspiegel – zwei negative Nebenwirkungen von Honig.

Wählen Sie einen dieser ketofreundlichen Süßstoffe anstelle von Honig:

  • Stevia: Stevia enthält keine Kalorien, ist im glykämischen Index gleich Null und 200 bis 300 mal süßer als normaler Zucker
  • Monk Fruit: Mönchsfrüchte werden typischerweise Stevia vorgezogen, da sie keinen bitteren Nachgeschmack haben. Außerdem ist es im glykämischen Index gleich Null und 300 mal süßer als Zucker.

Zusammenfassung: Honig ist nicht kohlenhydratarm oder ketofreundlich.

Während roher Honig die meisten traditionellen Süßstoffe in Bezug auf den allgemeinen gesundheitlichen Nutzen übertrifft, ist er zu reich an Kohlenhydraten und natürlichem Zucker, um eine sichere Wahl für die ketogene Ernährung zu sein. Die einzige Möglichkeit, rohen Honig zu einem Teil Ihrer Ernährung mit einer Low-Carb- oder Keto-Diät zu machen, ist, wenn Sie es sind:

  • Nach der TKD und essen Sie Honig vor oder nach dem Training.
  • Folgen Sie dem CKD und essen Sie Honig während Ihrer Kohlenhydratrückladung.
  • An oder unter 50 Gramm Kohlenhydrate für den Tag, einschließlich des Honigs.

Honig ist nicht kohlenhydratarm oder ketofreundlich. Wählen Sie stattdessen Stevia oder Mönchsfrüchte als keto-freundlichen Süßstoff.