Honigsenf herstellen

Senf ist seit jeher eine der am meisten verwendeten Gewürzpasten in Deutschland. Die heute üblichen Grundzutaten hierfür sind Senfkörner, Wasser, Essig und Salz. Je nach Sorte können auch verschiedene Gewürze und andere Zutaten wie Honig hinzugefügt werden. Wie kann man Honigsenf selbst herstellen?

Wie wird Senf selbst hergestellt?

Für die Herstellung von Senf werden die gereinigten Senfkörner zunächst zwischen Walzen zerkleinert und anschließend zumeist entölt. Dann wird das Pulver mit den anderen Zutaten vermischt und der so entstandene Most hat Zeit zu gären – das gibt ihm sein typisches Aroma.

Anschließend wird der Most je nach Sorte zu einer mehr oder weniger glatten Paste gemahlen. Die Temperatur darf 50°C nicht überschreiten, um die ätherischen Öle zu konservieren. In einem zweiten Prozess wird der Most zwischen schweren Steinen, meist Granit oder Basalt, gemahlen.

Bei diesem sogenannten Kaltmahlverfahren übersteigt die Temperatur der Masse 27 °C nicht. In der industriellen Produktion wird die Masse durch geschlossene, wassergekühlte Mühlen zerkleinert, die das Austreten von ätherischen Ölen verhindern und eine Erwärmung der Masse über 20 °C verhindern.

Der Senf muss dann noch einige Stunden gelagert werden, da er für eine industrielle Abfüllung noch zu flüssig ist. Danach erreicht er seine endgültige Reife in einem Glas.

Frisch abgefüllter mittelscharfer Senf ist noch zu scharf und muss daher einige Wochen gelagert werden, bis er seine Schärfe verloren hat und genutzt werden kann.

Honigsenf herstellen – Wie es funktioniert

Ein bisschen süß, ein bisschen scharf – das ist das Geheimnis einer guten Honig-Senf-Sauce. Zum Glück ist es sehr einfach, sich selbst zu machen, entweder als Dip, ähnlich dem, den man in seinem Lieblings-Fastfood-Restaurant bekommt, oder als Dressing für einen leckeren Salat.

Zutaten:

  • 60 ml Honig
  • 60 ml Mayonnaise
  • 60 ml Dijon-Senf
  • Ein Esslöffel Weißweinessig
  • Ein Teelöffel Cayennepfeffer

Alle Zutaten in einer kleinen Schüssel vermengen. In die Schüssel 60 ml Honig, 60 ml Mayonnaise, 60 ml Dijon-Senf, 1 Esslöffel Essig und 1 Teelöffel Cayennepfeffer geben. Achten Sie darauf, dass die Schüssel groß genug ist, damit die Zutaten beim Mischen nicht verschüttet werden.

Verwenden Sie gekaufte Mayonnaise oder machen Sie Ihre eigene aus Eiern, Olivenöl und Essig, wenn Sie sie extra frisch haben wollen.

Variationen von Honig-Senf

Wenn Sie es etwas wärmer mögen, können Sie statt Dijon-Senf starken Senf verwenden. Oder Sie können ein wenig scharfe Soße in Ihr Rezept einarbeiten.

Für eine cremigere Sauce erhöhen Sie einfach die Menge der Mayonnaise. Wenn Sie die indische Küche mögen, geben Sie eine Prise Curry in die Sauce.

Für eine gesunde Honig-Senf-Sauce ersetzen Sie die Mayonnaise durch griechischen Joghurt. Dadurch wird die Sauce etwas säurehaltiger, enthält aber weniger Fett und mehr Eiweiß.

Die Zutaten mit einem Schneebesen verrühren. Drehen Sie die Schüssel langsam mit einer Hand und schlagen Sie die Sauce mit der anderen Hand in einer kreisförmigen Bewegung. Fahren Sie fort, bis alle Zutaten zu einer glatten Masse vermengt sind.

Wenn Sie keinen Schneebesen haben, können Sie auch eine Gabel verwenden und die gleiche Bewegung mit ihr machen, oder Sie benutzen einen Mixer. Danach gießen Sie die Sauce in einen luftdichten Behälter und bewahren Sie sie bis zu zwei Wochen im Kühlschrank auf.

Den Behälter fest verschließen, damit die Sauce nicht vorzeitig verdirbt. Werfen Sie es weg, wenn Sie Schimmel sehen oder wenn die Sauce anfängt zu riechen.

Honig-Senf-Sauce verwenden

  • Marinieren Sie das Fleisch vor dem Grillen oder Braten.
  • Verwenden Sie die Sauce als Dip für Gemüsestäbchen, Pommes frites, Cracker und ähnliches.
  • Etwas mit Wasser verdünnen und über das Grünzeug gießen.
  • Gießen Sie alles in ein Paket für ein leckeres Frühstück.
  • Streichen Sie es auf Cracker oder Brezeln.
  • Gießen Sie die Sauce in hübsche kleine Gläser und verschenken Sie sie.

Honigsenf, konsistent und mild, eignet sich zum Würzen und Verfeinern sowohl einfacher als auch anspruchsvoller Gerichte. Fleisch- und Fischgerichte gewinnen mit der süßen Senfspezialität ebenso an Geschmack wie Geflügel- und Grillgerichte.

Ein Klassiker sind jedoch Vinaigrettes, Dips und Saucen auf der Basis von Honigsenf, denen die edle Gewürzpaste ein besonders volles Aroma und eine milde Schärfe verleiht. Die Verwendung von nicht angetöteten Senfkörnern verleiht dem Honigsenf einen unverwechselbaren Geschmack, der auch in Salatdressings und Joghurtmarinaden zu finden ist.

Als besonders edle Senfspezialität verbindet der Honigsenf den scharfen Geschmack des traditionellen Senfs mit einem milden Honigaroma. Die süße Gewürzpaste ist seit langem das Lieblingsgeheimnis von Köchen und Gourmets.

Mit seiner Mischung aus warmen und milden Aromen verleiht er Soßen, Dressings und verschiedenen warmen und kalten Speisen eine ganz besondere Note.